Mitte August ging es auch wieder auf Tour: Betty, Julian und Torsten haben sechs weitere Anfänger erfolgreich durch den Freiwasserkurs zum OWD begleitet.
Am Samstag ging es bei besten Bedingungen zunächst zum Speicherbecken Geeste. Getreu dem Motto „Tauchen lernt man am besten durchs Tauchen“ wurden die bekannten Skills wiederholt und erste richtige Taucherfahrungen gesammelt. Es war noch etwas Zeit, ein wenig Sightseeing zu betreiben und ein paar Aale, Barsche und diverse Grundeln zu bewundern. Dazu ein versunkenes Fahrrad, einen Hangar, eine Röhre zum Durchtauchen sowie eine mit Muscheln und Algen bewachsene Plattform – mit (sehr) viel Fantasie fast ein kleines Korallenriff. Angenehme Temperaturen und gute Sicht machten den Anfang ideal.
Am Sonntag war der Sorpesee das Ziel. Neben letzten Übungen wie Sicherheitsstopp bei Oktopusatmung und Abschleppen blieb genug Zeit zum Erkunden der Unterwasserwelt. Wir tauchten Auge in Auge mit großen Hechten, durch einen Schwarm Barsche und entdeckten kleine Baby-Hechte und andere Fische zwischen den Pflanzen. Selbst eine winzige Qualle ließ sich blicken. Der dichte Grüngürtel unter Wasser – gewissermaßen der Kelpwald des kleinen Mannes – bot eine erstaunlich abwechslungsreiche Unterwasserwelt.
Insgesamt ging es bis auf 18 Meter runter, die erste Kälteprobe wurde also auch überstanden.
Nach einem Pommes-Stopp am See klang das Wochenende am Tauchstall aus. Nach zwei Tagen im Wasser waren wir uns einig: Tauchen macht Spaß – ist aber auch anstrengend. Zumindest an Land. Neoprenanzüge scheinen grundsätzlich nicht dafür konstruiert worden zu sein, dass Menschen sie freiwillig anziehen, und Blei und Tauchflasche erinnern einen ziemlich zuverlässig daran, dass die Schwerelosigkeit leider erst im Wasser beginnt.
Spätestens in dem Moment, in dem man abtaucht und zwischen Fischen und Wasserpflanzen durch den See schwebt, sind die Strapazen an Land jedoch vergessen. Bis man wieder aus dem Wasser steigt und feststellt, dass Flasche und Blei leider doch noch fast genauso schwer sind wie vorher.
Dafür haben wir an den zwei Tagen jede Menge gelernt, erste Erfahrungen im Freiwasser gesammelt und vor allem sehr viel Spaß gehabt. Ein anstrengendes, aber großartiges Wochenende mit einer tollen Gruppe, super Betreuung und viel Lust auf die nächsten Tauchgänge!
// Ein Bericht der Teilnehmer. Die Tauchschule Münster gratuliert den sechs frischen OWDlern: Anna, Julien, Lea, Annika, Marius und Maj.

